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Am Samstag, 22. Dezember, begann die Wallfahrt zum berühmten Marienheiligtum in Covadonga. Die Pilger trafen sich in der romanischen Kirche von Cangas de Onis, wo die Ikone Unserer Lieben Frau von Tschenstochau gebracht wurde. Dieser Tag war sehr schön und die Sonne schien. Von dort brachten Pilger die Ikone zur Basilika Santa Maria la Real de Covadonga (Heilige Maria, Königin von Covadonga).

Vor der Kirche warteten der Hüter des Heiligtums und die örtlichen Kanoniker auf die Gottesmutter. Nach der feierlichen Messe mit Klängen schöner Musik und Gesang wurde die Ikone nach oben zur Grotte der Königin der Asturischen Berge getragen. Unsere Liebe Frau von Covadonga, gekleidet in einen weißen Mantel, beherbergte die Ikone der Tschenstochauer - Schwarzen Madonna. Pilger, darunter viele Familien mit Kindern, beteten in der heiligen Höhle den Rosenkranz zum Schutz des Lebens und der Familie.

So wie Jasna Góra das spirituelle Herz und die christliche Wurzel Polens ist, ist das spanische Asturien das Herz und die Wurzel des Christentums, wo dank der Fürsprache der Muttergottes der Prozess der Wiedererlangung Spaniens aus den Händen der Mauren begann.Covadonga2

Im 8. Jahrhundert, nach dem Sturz des westgotischen Königs Roderick, wurde das Land von Muslimen aus Afrika erobert, ein Angehöriger der königlichen westgotischen Familie Pelagius (span. Don Pelayo) flüchtete in eine Grotte in der Nähe einer Bergfestung. Es war wahrscheinlich das Jahr 716 oder 718.

Die Überlieferung sagt, dass er, während er um Hilfe zur Heiligen Jungfrau betete, am Himmel ein leuchtendes Kreuz mit der lateinischen Inschrift sah: "Der Feind wird unter diesem Zeichen besiegt." Pelagius machte ein Eichenkreuz und nahm es immer mit zu jeder Schlacht. In den Bergen Asturiens startete er einen Aufstand gegen die Muslime, der in einen Unabhängigkeitskrieg – die Reconquista – mündete. Im Jahr 722 besiegte er an der Spitze der christlichen Armee die Mauren in der Schlacht von Covadonga und zwang sie, Asturien zu verlassen. Es wird gesagt, dass die Zahl der Eindringlinge überstieg seine Armee 100-mal.

Covadonga4Der Ort, an dem Pelagius Zuflucht fand und zu Unserer Lieben Frau betete, heißt Covadonga. Der Name kommt aus dem Lateinischen "Cova Dominica", was "Damengrotte" bedeutet. Zwanzig Jahre später befahl König Alfonso I., der Katholik genannt wurde, in der Grotte von Covadonga zu Ehren der Muttergottes von Covadonga ein hölzernes Kloster und eine Kapelle zu errichten. Im laufe der Zeit, entstand neben der Grotte auf der Stelle des im Jahr 1777 niedergebrannten Kloster eine Basilika (Basilika de Santa Maria la Real de Covadonga)  die 1901 feierlich geweiht wurde. Da wo Pelagius und seine Krieger sich aufgehalten haben, in einer flachen Höhle mit einem Felsvorsprung, befinden sich heute eine Kapelle im romanischen Stil und eine Statue Unserer Lieben Frau von Covadonga, im Volksmund als La Santina bekannt ist und als Königin von Asturien verehrt wird. Pilger, die das ganze Jahr über zu diesem wichtigen, spirituellen und historischen Heiligtum kommen, können es durch einen speziell gebohrten Tunnel erreichen oder 101 Stufen erklimmen. In der Felswand, auf einem hohen Felsvorsprung, befindet sich das Grab des Pelagius, der zum ersten König von Asturien gewählt wurde, und seines Schwiegersohns Alfons I. des Katholiken, der das Gebiet der Christen stark erweitert hat. Das Pelagius-Kreuz, unter dem er Siege errang, wird in Oviedo zusammen mit wertvollen Reliquien des Christentums aufbewahrt, darunter das Sonnendarion - der Schal aus Oviedo, der den Kopf Christi am Kreuz umhüllte. Ein goldenes Kreuz als Zeichen dieses Sieges ist sowohl auf der Flagge als auch auf dem Wappen Asturiens angebracht.

Derzeit steht in der Grotte von Covadonga eine Figur der Muttergottes die auf dem Thron stehenden, gekleidet in ein Kleid und einen Mantel ist, und hält in ihrer Hand eine goldene Rose, die ihr 1989 von Papst Johannes Paul II. geschenkt wurde.

Am Samstagnachmittag um 14:15 Uhr wurde die Tschenstochauer Ikone "Vom Ozean zum Ozean" feierlich verabschiedet, und "Life Mobile" machte sich auf den Weg in die Küstenstadt Aviles.

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